Gemeinschaftsschule Wiesloch

project SCHOOL WIESLOCH
status COMPETITION
program SCHOOL
client CITY OF WIESLOCH
location WIESLOCH (DE)
year 2015

ISSSresearch&architecture collaborated with Magnus Griesbeck and Ferdinand Schmelzer on a competition for a school in Wiesloch, Germany.
Project Team:
Authors: Magnus Griesbeck, Ferdinand Schmelzer, Ingrid Sabatier & Stephan Schwarz


Gemeinschaftsschule Wiesloch

Die Gemeinschaftsschule nimmt die Fluchten des bestehenden Ensembles als Grundstruktur auf, löst diese jedoch nach Innen hin in eine verspielte luft- und lichtumspülte Kontur auf. Dadurch entstehen ein großzügiger freundlicher Schulhof sowie eine mäandernde Mitte mit differenzierten Lern- und Aufenthaltsbereichen im Gebäudeinneren, entlang der sich die einzelnen Funktionsbereiche klar ablesbar aufgliedern.

Städtebau

Die neue Gemeinschaftsschule wird als L-Form am Grundstücksrand platziert, um mittig einen großzügigen Schulhof auszuformen. Als Grundstruktur wird die strenge orthogonale Orientierung des Gesamtensembles aufgenommen. Innen wird der Baukörper in einzelne schräg gesetzte Blöcke aufgelöst, die dem Hof eine weiche verspielte Kontur verleihen, welche offen auf die neu zu errichtende Realschule reagieren kann. Der Baukörper ist niedrig gehalten, um ein möglichst raumbildendes, freundliches und barrierefreies Schulgebäude zu verwirklichen. Der Haupteingang wird hofseitig in der Innenecke gegenüber der Realschule eingeschnitten, und bindet gleichzeitig den außenseitigen Nebeneingang im Südosten an. So werden die Zugangswege optimiert und eine Nutzung des zentralen Eingangsbereichs außerhalb der Schulzeiten ist möglich. Beide Gebäudeenden werden mit Vordächern mit dem Bestand verbunden.

Architektur

Die zentrale Haupttreppe im Gelenk des Baukörpers trennt und verbindet sämtliche Funktionsbereiche. Durch die Schrägstellung der hofseitigen Raumblöcke entsteht eine mäandernde Mittelzone, welche die Erschließung um differenzierte Aufenthaltsbereiche erweitert. Im Erdgeschoss sind der zentrale Eingangsbereich, der südwestliche Fachklassen- und Technikbereich sowie der nordöstliche Mehrzweckbereich situiert. Im Obergeschoss befinden sich die Verwaltung in zentraler Lage, und die beiden Cluster in den Flügeln mit zugeordneter Dachterrasse und Freitreppe in den Schulhof. Die hofseitige Auflösung in einzelne Blöcke schafft ein spannendes und übersichtliches Raumgefüge. Im Erdgeschoss bespielen die freien Blöcke den Schulhof mit den Themen Veranstaltung und Musik, Ausstellung und Werken sowie Kochen und Ausspeisen. Das Thema der Hofzonierung wird mittels Aufnahme von Fluchtlinien in die Platzgestaltung zum Gestaltungsprinzip erhoben.

Wirtschaftliche Aspekte

Aufgrund der Anforderung an eine kurze Bauzeit und optimierte Baukosten, ist das ganze Gebäude auf Rasterfeldern (8,75 x 8,75m) aufgebaut, die das nutzungsneutrale Raumgrundmodul von 72m² definieren. Mittig wird die variierende Mäanderbreite überspannt. Somit ist eine Bauweise mit vorgefertigten Deckenelementen möglich. Die Fassade wird mit Ausnahme der vollverglasten Bereiche in ein gerastertes Fensterband aufgelöst. Vorfertigung, Kostenreduktion und Flexibilität in Planung und Nutzung sind die Folge. Die Reduktion auf zwei Geschosse bedingt eine kurze Bauzeit. Die gebäudetechnische Versorgung geht vom mittigen Gebäudegelenk aus, was kurze Leitungsführungen gewährleistet. Mittig am Dach ist Platz für eine noch zu definierende Lüftungszentrale. Die Anordnung sämtlicher Hauptnutzflächen an der Fassade ermöglicht natürliche Belichtung und Belüftung. Bereichsabhängig wird eine Raumbelüftung nach Anforderung ausgelegt.

© Magnus Griesbeck, Ferdinand Schmelzer, ISSSresearch&architecture


About ISSSresearch&architecture

ISSSresearch&architecture Ingrid Sabatier & Stephan Schwarz Architecture & UrbanResearch